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Sehr geehrte Damen und Herren,

mit dem 60. Jahrestag der Unterzeichnung der Römischen Verträge stellt sich auch die Frage, wie die nächsten Jahrzehnte der Europäischen Union aussehen können. Jetzt gelte es, für ein geeintes Europa der 27 eine Vision für die Zukunft zu entwickeln, sagte Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker anlässlich der Präsentation des Weißbuchs zu diesem Thema.

Wertvolle und sehr konkrete Anregungen zur dieser von der Kommission ausgelösten Debatte liefert Jörn Sack in

Europa. Markt - Macht - Staat
Eine Streitschrift zum Verlust der Orientierung auf einem richtigen Weg.

Aufbauend auf seiner 30-jährigen Erfahrung als Rechtsberater im Juristischen Dienst der Europäischen Kommission urteilt er, dass die bei der Integration angestrebten verschiedenen Geschwindigkeiten oder konzentrischen Kreise sich institutionell kaum verwirklichen ließen, weil die Organe der EU in ständig wechselnder Zusammensetzung entscheiden müssten. Stattdessen sollte eine klare und strikte Teilung in zwei Staatengruppen erfolgen: Eine, die nur an wirtschaftlicher Integration interessiert ist, und eine andere, die auf einen politischen Zusammenschluss bis hin zur raschen Staatsbildung abzielt. Beide würden eigene Organe haben, deren personelle Zusammensetzung sich aber überschneiden könnte. Die gemeinsame Währung sollte auf die zweite Gruppe beschränkt sein, könnte aber durch Einzelabmachungen auf Länder der anderen Gruppe ohne autonomes Mitspracherecht erstreckt werden.

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