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Kuselit Rezensionen

Christian Berger / Sebastian Wündisch (Hrsg.) - Urhebervertragsrecht

Titel: Urhebervertragsrecht Cover
Autor: Christian Berger / Sebastian Wündisch (Hrsg.)
Verlag: Nomos
Ort: Baden-Baden
Jahr: 2015
Seiten: 1057
Preis: 168,00
ISBN: 978-3-8487-0580-1
Internet:
Rezensent: RA Daniel Lagerpusch
Quelle: Kuselit Verlag GmbH

 

Christian Berger / Sebastian Wündisch (Hrsg.)

Urhebervertragsrecht.  Handbuch

2. Auflage Baden-Baden 2015. 

ISBN 978-3-8487-0580-1  

 

Das Handbuch „Urhebervertragsrecht“ von Christian Berger und Sebastian Wündisch (Hrsg.) liegt nunmehr in der 2. Auflage vor. Es erschien im Nomos Verlag, Baden-Baden, 2015, ISBN: 978-3-8487-0580-1 und kostet 168,00 Euro.

Auf über 1000 Seiten behandelt das Werk das gesamte Gebiet des Urhebervertragsrechts. Die Herausgeber haben sich hierzu 29 Bearbeitern bedient, die sich für die einzelnen Abschnitte verantwortlich zeichnen. Das Wer ist dabei in 3 Abschnitte unterteilt.

Innerhalb des ersten Abschnitts, den Grundlagen des Urhebervertragsrechts, wird der Leser mit dem allgemeinen Teil der Materie vertraut gemacht. So behandelt dieser Abschnitt neben den allgemeinen Begriffen und einer Einführung auch Fragen zur Vergütung, zu Leistungsstörungen, internationalen Bezügen oder strafrechtlichen Überschneidungen. Die Autoren sind dabei sehr bemüht, auch dem Leser, der mit dem Thema zuvor nur wenig bis gar keine Berührung hatte, die Grundlagen verständlich zu vermitteln. Die Kapitel sind entsprechend ausführlich und mit umfangreichen Verweisen versehen.

Der zweite Teil beschäftigt sich mit dem wirtschaftlichen Wert der Lizenzen und enthält ausführliche Informationen zu der wirtschaftlichen Stellung von Lizenzen im Rahmen eines Unternehmenskaufs, innerhalb einer Insolvenz oder im Bereich des Arbeitsrechts. Auch wenn dieser Abschnitt der Kürzeste der 3 Einheiten ist, was an der nicht unbedingt alltäglichen Thematik selbst liegt, so ist dieser doch keineswegs oberflächlich behandelt.

Im dritten und letzten Abschnitt des Werkes gehen die Autoren auf einzelne Vertragstypen ein. Diese Unterabschnitte behandeln ganze 20 verschiedene Vertragstypen, die jeweils in einer Einleitung vorgestellt und im Anschluss intensiv in Bezug auf das Urhebervertragsrecht dargestellt werden. Die Autoren gewährleisten mit dieser Ausführlichkeit, dass mehr als nur die gängigen Vertragsformen besprochen werden. E-Publishing-Vertrage finden ebenso Berücksichtigung wie Designverträge oder Software-Lizenzverträge. Dabei gehen die Autoren in jedem Unterabschnitt umfassend auf den jeweiligen Vertragstyp ein und zeigen deutlich die Unterschiede zu den anderen Vertragstypen auf. Wichtige Aspekte, die in der Praxis eine große Rolle spielen und auf die der Praktiker achten muss, werden besprochen und verständlich dargestellt. Auch hier haben die Autoren nicht mit Verweisen gespart: an einer Vielzahl von Stellen wird sowohl auf entsprechende Rechtsprechung als auch weiterführende Literatur verwiesen, sodass der Leser hier ggf. noch tiefer in den jeweiligen Vertragstypus einsteigen kann.


Das Werk bietet wie kaum ein anderes eine umfassende Darstellung der Materie des Urhebervertragsrechts, das zunehmend an Wichtigkeit gewinnt, betrachtet man den wirtschaftlichen Faktor der Rechte, die einem Urheber zustehen. Dabei schafft es das Werk, dem Leser gut strukturiert und sehr detailliert die Fragen und Probleme des Urhebervertragsrechts zu vermitteln. Was nicht ausbleibt: der Wechsel zwischen sprachlichen Stilen der jeweiligen Autoren, die sich insgesamt jedoch sehr bemühen, auch denjenigen, die vielleicht nicht jeden Tag mit der Materie vertraut sind, verständlich an die Thematiken heranzubringen und ihnen einen ersten oder auch tiefergehenden Einblick zu verschaffen. Das Handbuch schafft dabei mit Bravur den Spagat zwischen Handbuch und Lehrbuch und ist als Nachschlagewerk unerlässlich in der Praxis eines Urheberrechtlers.

Gerade der dritte Abschnitt ist ein wertvolles Gut und für die Bearbeitung der jeweiligen Vertragstypen im täglichen Geschäft von großer Bedeutung.

Die umfangreichen Verweise auf Literatur und Rechtsprechung stellen selbst eine unbezahlbare weitergehende Sammlung von tiefergehenden Informationen dar.

Alles in allem ist den Herausgebern und Autoren hier ein Werk gelungen, das einen enormen Mehrwert bietet und eigentlich keine Wünsche in Bezug auf urhebervertragsrechtliche Literatur offen lässt.

Daniel Lagerpusch
Rechtsanwalt, Essen