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Kuselit Rezensionen

Friedrich L. Cranshaw, Wolfgang Portisch, Patrick Rösler (Hrsg.) - IQS MaInsO

Titel: IQS MaInsO Cover
Autor: Friedrich L. Cranshaw, Wolfgang Portisch, Patrick Rösler (Hrsg.)
Verlag: FINANZ COLLOQUIUM
Ort: Heidelberg
Jahr: 2014
Seiten: 175
Preis: 79,00
ISBN: 978-3-943170-72-6
Internet: www.FC-Heidelberg.de
Rezensent: Stephan Kurz, Reutlingen
Quelle: Kuselit Verlag GmbH

Dr. Friedrich Cranshaw / Prof. Dr. Wolfgang Portisch / Dr. Patrick Rösler

IQS MalnsO - Regelwerk der Mindestanforderungen an die Insolvenzverwaltung. Finanz Colloquium Heidelberg, Heidelberg, 2014. 175 S., 79 €.

 

Als langjähriger Unternehmensberater für Insolvenzkanzleien in Deutschland sind mir viele Vorschläge und Angebote begegnet, die alle gleichermaßen das Ziel verfolgten, Transparenz und Qualität in einen Tätigkeitsbereich zu bringen, der sich als Instrument der ordnenden Wirtschaftspolitik versteht, der jedoch an vielen Stellen im Verborgenen wirkt. Missbrauch und Vorteilsnahme im Amt waren bedauerlicherweise keine Seltenheit. Wenn es auch radikale Versuche, wie die Kennzahlenbasierte Vergleichsrechnung bei Insolvenzverwaltern gab, so waren die überwiegende Zahl der Angebote zur Schaffung von Qualität vom Konsens ihrer Schöpfer geprägt, keine teilnehmende Kanzlei zu überfordern und dabei das kleinste gemeinsame Vielfache zu finden.

In den Augen der Gläubiger, denen das Insolvenzrecht in erster Linie dienen soll, fanden diese schlanken Qualitätssysteme wenig Gnade. Mit dem IQS MalnsO als Nachfolger des ersten Fachqualitätszertifikat InsO 9001 ist nun jedoch endlich ein System verfügbar, das sich deutlich starker und konsequenter an den Anforderungen der Gläubiger orientiert endlich werden Insolvenzverwalter veranlasst, neben einem veritablen Verfahrenscontrolling auch ein operatives und strategisches Risikomanagementsystem vorzuhalten, wie es in der Bankenwelt schon viele Jahre übliche Pflicht ist. Endlich ist Schluss mit der Degeneration der Vermögensschadenhaftpflichtversicherung zu einer bloßen Zahl, deren geforderte Höhe mit einem Kopfnicken quittiert wird. Und endlich finden sich sportliche, aber dem Grunde nach selbstverständliche Forderungen an eine nachhaltige Gläubigerkommunikation. Ein besonderes Vergnügen bereitet der Umstand, dass ein Insolvenzverwalter für Gläubiger auch persönlich erreichbar sein soll - tatsächlich ein echtes Novum.

Wir hoffen und wünschen uns, dass Gläubiger den Wert dieses Systems für sich erkennen und beginnen, darauf basierend selbstbewusst Forderungen zu stellen - getreu nach §1 InsO.

 

Stephan Kurz, Wirtschaftsingenieur und Untemehmensberater, Inncotec Unternehmensberatung, Reutlingen

 

 

[ Abruck mit freundlicher Genehmigung des Verlags FINANZ COLLOQUIUM Heidelberg www.FC-Heidelberg.de ]