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Kuselit Rezensionen

Christian Rauda - Recht der Computerspiele

Titel: Recht der Computerspiele Cover
Autor: Christian Rauda
Verlag: Verlag C.H. Beck
Ort: München
Jahr: 2013
Seiten: 318
Preis: 59,00
ISBN: 978-3-406-64938-7
Internet: http://www.beck.de/
Rezensent: RA Daniel Lagerpusch, Essen
Quelle: Kuselit Verlag GmbH

Christian Rauda

Recht der Computerspiele
München 2013

ISBN 978-3-406-64938-7



Das Werk „Recht der Computerspiele“ von Rechtsanwalt Dr. Christian Rauda liegt in der 1. Auflage vor.  Es erschien im C.H. Beck Verlag, München, 2013, ISBN 978-3-406-64938-7, und kostet 59,-- Euro.

Computerspiele erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Ganz egal, ob es sich um epische Spiele handelt, bei denen das Ziel darin besteht, Welten zu erobern, Völker zu bekämpfen und strategischen Warenhandel zu betreiben oder um einfache Strategiespiele – in Zeiten von Smartphones und Tablet-PCs sind all diese Spiele Zeitvertreib in Bus und Bahn oder nette Unterhaltung für zwischendurch.

Ein „Computerspiele-Gesetz“ existiert freilich nicht. Vielmehr finden – wie in der digitalen Welt üblich – Vorschriften aus den unterschiedlichen Bereichen hier Anwendung.

Der Autor, seines Zeichens Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht sowie Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz, hat mit diesem Werk versucht, einen Querschnitt durch die rechtliche Materie zu ziehen, in die Computerspiele fallen. Und es ist ihm gelungen.

So stellt der Autor von der Entwicklung eines Spiels bis hin zu dessen Verwertung sowie der steuerlichen Behandlung sämtliche wichtigen Stationen der Entstehung und Vermarktung dar. Die dabei wichtigen und einschlägigen Rechtsgebiete und Gesetze behandelt er in diesem Zusammenhang ausgiebig und stellt dabei – zum besseren Verständnis insoweit beitragend – Querverbindungen und Vergleiche zu anderen Medien (z.B. TV-Formaten) her.

Das Werk eignet sich – insbesondere in Bezug auf die sprachliche Darstellung – auch und vor allem für Nichtjuristen, wie z.B. Spieleentwickler, die auf diesem Gebiet tätig sind. Dabei ist das Werk äußerst gut strukturiert und nimmt den Leser von der ersten Idee des Computerspiels über das Jugendschutzgesetz sogar bis hin zum Insolvenzrecht an die Hand und bringt ihm die einschlägigen Rechtsgebiete näher.

Der interessierte Jurist kann hier gut Zusammenhänge herstellen, der Nichtjurist wird indes ganz neu an die Materie herangeführt. Dass das Buch insbesondere für nicht juristisch vorgebildete Leser geschrieben wurde ist – ohne dass dies vorwurfsvoll klingen soll – an manchen Stellen offensichtlich. Der geschulte Jurist wird daher gerade diese Stellen schnell überblättern, was dem Werk als Ganzem jedoch keinen Abbruch tut. Auch Fachleute kommen hier auf ihre Kosten und profitieren insbesondere von der einschlägigen Rechtsprechung, die sich in diesem Werk zu Hauf zitiert wiederfindet, ohne jedoch den Lesefluss zu stören.  

Interessant für Juristen oder Rechtsanwälte, die auf diesem Gebiet tätig sind, dürften auch die vereinzelt eingebrachten Praxistipps des Autors sein, z.B. zu Formulierungen in Publishing-Verträgen. Gerade an diesen Stellen wird deutlich, aus welchem Erfahrungsschatz der Autor schöpfen kann.  

Ein ausführliches Literaturverzeichnis sowie ein entsprechendes Stichwortverzeichnis runden das Werk ab.

Fazit: Insbesondere für Nichtjuristen auf dem Gebiet der Spieleentwicklung, -herstellung und -vermarktung ist dieses Werk Gold wert. Auch der in dem Bereich tätige Jurist, der sich entsprechende Informationen sonst mit viel Aufwand zusammensuchen müsste, wird an diesem Buch seinen Spaß haben und schnell Gefallen finden! Empfehlenswert!


Rechtsanwalt Daniel Lagerpusch, Essen