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Kuselit Rezensionen

Karin Linhart - Englische Rechtssprache

Titel: Englische Rechtssprache
Autor: Karin Linhart
Verlag: Verlag C.H. Beck
Ort: München
Jahr: 2012
Seiten: 258
Preis:
ISBN: 978-3-406-62635-7
Internet: http://www.beck.de/
Rezensent: Dr. Axel Schwarz, Moritzburg
Quelle: Kuselit Verlag GmbH

Karin Linhart

Englische Rechtssprache

2. Aufl. München 2012

(Beck Verlag in Gemeinschaft mit Helbing & Lichtenhahn/Basel)

ISBN 978-3-406-62635-7  




BEWERTUNG
Aufgezeichnetes Lehrbuch, inhaltlich und didaktisch

INHALT
Einführung in die englische Rechtssprache

ZIELGRUPPE
Jeder Jurist, nicht nur - aber gerade für - Studenten und Referendare mit Auslandsaufenthalt

WAS KANN MAN LERNEN?
"Good-English"

HERAUSGEBER / AUTOR
Karin Linhart unter Mitarbeit von Corin Stone, U.S. Government, Washington, D.C./USA, und Roger Fabry, Barrister at Law (Lincoln's Inn)



Kampf dem "Bad-English"



Mit dem hier vorgestellten Buch "Englische Rechtssprache. Ein Studien- und Arbeitsbuch" ist Karin Linhart ein weiteres "Highlight" gelungen. Person und Qualifikation von Karin Linhart sind bereits in ZID 8/2013, S. 729-730 unter Nummer 2 (Recht Allgemein) anlässlich der Rezension ihres italienisch-deutschen Rechtswörterbuches" vorgestellt worden. Dass die zahlreichen Rezensionen ausschließlich positiv ausfallen, kann nicht verwundern. Lediglich die englisch-sprachige Rezensentin Margaret Marks hat auf ihrer Webseite des "transblawg.eu" das A4-Format und das etwas kräftigere Papier kritisiert, aber doch wohlwollend vermerkt, dass dies der Intension des Buches, nämlich darin zu üben, geschuldet ist. Zu Inhalt und Aufbau hat Simon Kohm auf der Webseite des "juraexamen.info" detailliert Stellung genommen. Die Besprechung auf der Webseite von juralit.com schließt mit der Bemerkung, dass der Band eine profunde und didaktisch sehr geschickte Einführung in das englische Recht bietet. Das alles kann man unter den angegeben Hyper-Links nachlesen und soll hier nicht wiederholt werden. Einen Überblick über den Inhalt des Bandes findet man auf der Webseite des Beck-Verlags. Er reicht von "General Legal Terms" über "Constitutional Law", "Criminal and Civil Law and Procedure" bis hin zu einzelnen Rechtsgebieten (wie Internationales Kaufrecht, Arbeitsrecht, Schadensersatzrecht, Eigentumsrecht, Familienrecht und nicht zu vergessen EU-Recht). Abschnittstests und eine Abschlussklausur (mit Lösung versteht sich) bieten Möglichkeiten zur eigenen Wissenskontrolle. Hinzukommen kommen aber auch Abschnitte über den Gebrauch der "Official Language", Hinweise zur Übersetzung juristischer Texte und vieles Nützliche mehr.

In der Tat ist es die didaktische Aufbereitung des Buches, der man eigentlich nur begeistert Respekt zollen kann, und das gleichzeitig bei einem exzellenten Inhalt, der aus einem klug ausgewählten Grundwortschatz juristischer Fachsprache, hervorragend verständlichen Erläuterungen des anglo-amerikanischen Rechtssystems und vielen Übungen besteht, die man direkt im Buch ausführen kann. Eigentlich sollten alle juristischen Lehrbücher so gestaltet sein. Das Studium wäre dann wesentlich leichter und die Ergebnisse der Staatsexamen würden um mindesten 2 Punkte nach oben schnellen.

Eine weitere Empfehlung möchte man an die Europäische Kommission richten, nämlich dieses Buch in die Sprachen der Mitgliedsstaaten übersetzen zu lassen und für eine möglichst weite Verbreitung zu sorgen. Dann würde der "internationalen Bewegung zur Zerstörung der englischen Sprache", die ein englischer Botschafter auf einem Empfang augenzwinkernd vermerkte, etwas entgegengesetzt werden können. Seine Exzellenz verband dies mit der scherzhaften Frage, was die meist-gesprochene Sprache der Welt sei. Die Antwort darauf war weder Englisch, Chinesisch, Spanisch oder was auch immer, sondern "Bad-Englisch". Das war eine Anspielung auf die Tatsache, dass jede Nation ihr eigentümliches Englisch spricht. Daraus ergeben sich in international besetzten Projekten bisweilen erstaunliche und eigentümliche Verwirrungen.

Angesichts der Europäisierung und Globalisierung (auch des Rechts) sollte dieses Werk zur Lektüre jedes deutschen Juristen, nicht nur der Studenten und Referendare, sondern eines jeden Praktikers gehören. Das würde sicherlich das Verständnis des anglo-amerikanischen Rechtssystems und damit auch innerhalb Europas der genseitigen Verständigung dienen.


Dr. Axel Schwarz, Moritzburg