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Kuselit Rezensionen

Masanori Shiyake - Verfassung und Religion in Japan

Titel: Verfassung und Religion in Japan Cover
Autor: Masanori Shiyake
Verlag: Nomos
Ort: Baden-Baden
Jahr: 2011
Seiten: 46
Preis: 22,00
ISBN: 978-3-8329-7022-2
Internet:
Rezensent: RA Klaus Hebrank
Quelle: Kuselit Verlag GmbH

 

Masanori Shiyake

Verfassung und Religion in Japan

Schriftenreihe des Zentrums für rechtswissenschaftliche Grundlagenforschung Würzburg, Band 5

Baden-Baden 2011. ISBN 978-3-8329-7022-2

 

Das in der Schriftenreihe des Zentrums für rechtswissenschaftliche Grundlagenforschung Würzburg erschienene Werk enthält zwei Texte von Prof. Masanori Shiyake, die auf Vorträgen aus den Jahren 2010 und 2011 beruhen.

Die Beschäftigung mit dem Japanischen Recht ist für deutsche Juristen wichtig, da in Japan viel deutsches Recht rezipiert worden ist.

Der erste Aufsatz beschäftigt sich mit der Diskussion über eine Verfassungsänderung in Japan. Erstaunlicherweise ist die Japanische Verfassung seit ihrem Erlass im Jahre 1946 noch nie geändert worden. Das deutsche Grundgesetz ist bereits öfter geändert worden. Die Gründe für die noch nicht erfolgte Änderung sind u. a. in den anderen Regelungsinhalten, insbesondere bei den Gesetzgebungskompetenzen, zu finden. Für mögliche Verfassungsänderungen nennt der Autor drei verschiedene Möglichkeiten, wobei nur zwei davon von politischen Parteien sind und eine von einem Zeitungsverlag. Die Medien scheinen in Japan mehr Einfluss zu haben, als dieses den Anschein hat.

Der zweite Aufsatz beschäftigt sich mit einem sehr brisanten japanischen Verfassungsproblem: der strikten verfassungsrechtlichen Trennung von Staat und Religion. Der Autor gibt einen Überblick, über die in Japan vorhandenen Religionsgemeinschaften und stellt anschließend die in der japanischen Verfassung enthaltenen Bestimmungen zur Religion dar. Den Schluss bildet die Darstellung einiger Rechtsstreitigkeiten, die die Religionsfreiheit und den Trennungsgrundsatz betreffen. Hierdurch wird dem Leser diese andere Möglichkeit Religion verfassungsrechtlich zu betrachten verdeutlicht.

Eine gelungene Darstellung wesentlicher rechtlicher Grundlagen der japanischen Rechtskultur, auch im Verhältnis zu den deutschen Ausformungen. Es zeigt sich, dass kulturelle und rechtliche Unterschiede zwischen einzelnen Staaten bestehen und akzeptiert werden müssen.

Klaus Hebrank, Rechtsanwalt