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Kuselit Rezensionen

Jürgen Brandt (Hrsg.) - Deutscher Finanzgerichtstag 2010

Titel: Deutscher Finanzgerichtstag 2010 Cover
Autor: Jürgen Brandt (Hrsg.)
Verlag: Richard Boorberg Verlag
Ort: Stuttgart
Jahr: 2011
Seiten: 124
Preis: 35,00
ISBN: 978-3-415-04611-5
Internet: http://www.boorberg.de/
Rezensent: RA Klaus Hebrank
Quelle: Kuselit Verlag GmbH

Das Steuerrecht in der Finanzkrise

 

Brandt, Jürgen (Hrsg.) Das Steuerrecht in der Finanzkrise - Deutscher Finanzgerichtstag 2010, Boorberg Verlag 2011, 122 Seiten, ISBN 978-3-415-04611-5

 

Der zum 7. Mal absolvierte Finanzgerichtstag aus dem Jahre 2010 war dem aktuellen Thema der Finanzkrise und dem Steuerrecht gewidmet. Das vorliegende Werk dient der Dokumentation dieser Veranstaltung. Entgegen der Bezeichnung als „Gerichtstag“ regt der Deutsche Finanzgerichtstag alle an der Besteuerung beteiligten Personen zur Diskussion an. Es sind also nicht nur Richter, sondern auch Politiker, die Finanzverwaltung, die Wissenschaft sowie die Anwalt- und Steuerberaterschaft eingeladen. Die Referate sind überwiegend von Wissenschaftlern und Richtern verfasst worden.

Eine lange Zeit des wirtschaftlichen Wohlstandes wurde durch die Finanzkrise gestört. Es stellt sich die Frage, ob und wie das Steuerrecht in solchen Krisen zu betrachten ist.

Nach der Eröffnung und den Grußworten wurde durch Heiner Geißler die Veranstaltung mit dem Vortrag „Die Risiken der Weltfinanzkrise für Wohlstand und Demokratie“ begonnen.

Der Beitrag „Wirtschaftsfreiheit und Gestaltungsmacht des Staates auf dem Boden des Grundgesetzes“ fragt zunächst, welche Wirtschaftsverfassung das Grundgesetz vorgibt, anschließend werden einzelne Grundrechte und die Wirtschaftsfreiheit im Steuerrecht betrachtet.

Unter dem Titel „Notwendigkeit und Grenzen steuerpolitischer Lenkungsmaßnahmen in der Finanzkrise“ werden die Möglichkeiten untersucht durch steuerpolitische Maßnahmen die Finanzkrise abzumildern.

Die „Anforderungen an das Unternehmenssteuerrecht in der Finanzkrise“ sind die Hauptfragen des vierten Beitrages der Veranstaltung. Ein Unternehmen erfordert eine Planung, die immer auf Unsicherheiten beruht. Daher sollte das Steuerrecht verlässlich sein.

Im Beitrag zur „Finanzkrise und Reform des Bilanzsteuerrechts“ werden wesentliche Aspekte der internationalen Rechnungslegung und des BilMoG behandelt.

Durch die Finanzkrise stellte sich für viele Unternehmen das Problem der Insolvenz. In Bezug auf das Steuerrecht wird dieses Problem im Beitrag „Das Spannungsverhältnis von Insolvenz- und Steuerrecht“ besprochen.

Abschließend ist die Podiumsdiskussion zum Thema „Steuerrechtsgestaltung in der Finanzkrise“ wiedergegeben. Diese ist sicherlich zunächst eher für die Steuerberatung als für die Gerichtsbarkeit relevant.

Für die Zukunft ist es wichtig, sich gewiss zu sein, dass es zu Krisen (örtlich begrenzt oder global) kommen kann und diese bei jedweder Planung und Gestaltung zu berücksichtigen sind. Auch der Gesetzgeber und die Rechtsprechung sollten diese Aspekte bei ihrer Arbeit berücksichtigen.

Klaus Hebrank, Rechtsanwalt