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Kuselit Rezensionen

Jörn Patzak, Wolfgang Bohnen - Betäubungsmittelrecht

Titel: Betäubungsmittelrecht Cover
Autor: Jörn Patzak, Wolfgang Bohnen
Verlag: Verlag C.H. Beck
Ort: München
Jahr: 2011
Seiten: 151
Preis: 24,90
ISBN: 978-3-406-61397-5
Internet: http://www.beck.de/
Rezensent: RA Klaus Hebrank
Quelle: Kuselit Verlag GmbH

 

Jörn Patzak, Wolfgang Bohnen

Betäubungsmittelrecht, 2. Aufl., München 2011. ISBN 978-3-406-61397-5

 

Das mittlerweile in der zweiten Auflage erschienene Werk ist eine kurze prägnante Einführung in das Betäubungsmittelrecht. Das Betäubungsmittelrecht ist ein wesentliches Gebiet des Nebenstrafrechts.

Das erste Kapitel nennt und beschreibt die wichtigsten Betäubungsmittel (sogar schon das recht neue „Spice“) und zeigt Bilder dieser Mittel. Die Beschreibungen enthalten Statistiken der Verbreitung, die Konsumformen, -einheiten, Preise, Wirkungen und Nachweisbarkeiten, sowie andere Bezeichnungen und verwandte Stoffe. Daran schließt sich die Darstellung des materiellen Betäubungsmittelrechts an. Dabei werden Fälle und Beispiele gebracht sowie wichtige Hinweise für die praktische Arbeit gegeben. Beachtenswert sind die Ausführungen zu § 316 StGB und § 24 a Abs. 2 StVG, d. h. das Führen eines Fahrzeugs unter Drogeneinfluss.

In der Berichterstattung über Betäubungsmitteln in den Medien wird häufig von der Einstellung der Verfahren gegen die Betroffenen gesprochen. Daher ist dem Kapitel über die Rechtsfolgen der Tat besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Gelungen sind einige Gegenüberstellungen der einzelnen Praktiken der Bundesländer bei der Strafverfolgung und Einstellung der Verfahren. Für Drogenabhängige besteht die Möglichkeit der Unterbringung nach § 64 StGB. Deshalb ist ein ganzes Kapitel der Therapie anstelle der Strafvollstreckung gewidmet.

Das letzte Kapitel beschäftigt sich mit prozessualen Fragen des Betäubungsmittelrechts. Dabei wird die wichtigen Strafverfolgungsmittel des Verdeckten Ermittlers und der Telefonüberwachung besonders betrachtet.

Im Anhang befindet sich ein Auszug aus dem BtMG, die Anlage 4 zu den §§ 11, 13, 14 Fahrerlaubnisordnung und besonders erwähnenswert das ABC des Drogen-Jargons. Hierdurch kann die Szenesprache übersetzt werden.

Das Werk ist sowohl für Juristen (Rechtsanwälte, Richter, Staatsanwälte und Referendare) sowie für Nichtjuristen zur Einarbeitung in das Rechtsgebiet geeignet. Hervorzuheben ist die kurze prägnante Art des Werkes, die einen schnellen Überblick über alle relevanten Bereich (die BtM´s selber, das materielle und formelle Recht) erlaubt.

Ein Literaturverzeichnis und ein umfangreiches Stichwortverzeichnis rundet das Gesamtbild des Werkes ab.

Klaus Hebrank, Rechtsanwalt