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Kuselit Rezensionen

Volkert, Werner - Die Verwaltungsentscheidung

Titel: Die Verwaltungsentscheidung Cover
Autor: Volkert, Werner
Verlag: Richard Boorberg Verlag
Ort: Stuttgart
Jahr: 2010
Seiten: 292
Preis: 22.80
ISBN: 978-3-415-04489-0
Internet: http://www.boorberg.de/
Rezensent: Hebrank, Klaus
Quelle: Kuselit Verlag GmbH



Die Verwaltung ist ein Entscheidungsträger, sie muss die Gesetze und anderen Normen gegenüber dem Bürger durchsetzen. Dieses erfolgt durch Entscheidungen der Verwaltung, die dem Bürger bekannt gegeben werden. Der Bürger muss verstehen, was von ihm verlangt wird und der Bescheid muss einer gerichtlichen Überprüfung standhalten.

Das Werk enthält sowohl Ausführungen zum Erstbescheid, dem Widerspruchsbescheid, dem Abhilfebescheid, der Klageerwiderung, dem öffentlich-rechtlichen Vertrag und formlosen Schreiben, sowie dem Verwaltungsvorgang. Dabei sind immer Formulierungsvorschläge vorgegeben.

Es werden nicht nur die Entscheidungen selber beschrieben, sondern auch das zugrunde liegende Verfahren. Werden in diesem Bereich Fehler begangen, kann dieses zur Unwirksamkeit der Entscheidung führen. Dieses gilt besonders für die Bekanntgabe an den richtigen Adressaten oder dessen Empfangsvertreter. Im Rahmen der förmlichen Bekanntgabe werden die verschiedenen Möglichkeiten dargestellt und mögliche Vor- und Nachteile beschrieben, sowie eine Bewertung der verschiedenen Möglichkeiten gegeben.

Das 2. Kapitel beschäftigt sich mit dem Widerspruchsbescheid. Bei diesem ist besondere Sorgfalt erforderlich. Er ist die Grundlage für die mögliche Klage des Adressaten. Darüber hinaus wird der Behörde die Möglichkeit gegeben, die Entscheidung zu überdenken und zu ändern.

Insgesamt werden sehr detaillierte Informationen über die möglichen Verwaltungsentscheidungen gegeben.

Das abschließende siebente Kapitel enthält Vorgehensweisen im Verwaltungsvorgang.

Die Verständlichkeit eines Bescheides hängt wesentlich von der verwendeten Sprache ab. Hierzu enthält das Werk einige Seiten. Leider werden nur einige wenige juristische Verweise gegeben. Wünschenswert wären auch Verweise auf psychologische Grundlagen. Ein Projekt der Universität Hamburg hat sich schon vor ca. 30 Jahren um Verständlichkeit in Texten bemüht. Die Bemühungen sind in dem Werk von Langer/Schulz von Thun/Tausch, Sich verständlich ausdrücken, beschrieben. Wenn auch die dortigen juristischen Ausführungen zum Teil zu denken geben können, so ist doch der Grundtenor, der Einfachheit, Gliederung/Ordnung, Kürze/Prägnanz und anregende Zusätze für alle Bereiche von Texten von Wichtigkeit. Es ist also für weitere Auflagen noch geringer Verbesserungsbedarf vorhanden.

Das Werk ist nicht nur für Praktiker in der Verwaltung, sondern für alle, die mit dem Verwaltungsrecht zu tun haben, geeignet.

Ein umfangreiches Stichwortverzeichnis schließt das Werk ab.


Klaus Hebrank, Rechtsanwalt