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Kuselit Rezensionen

Matthias Wehr - Fälle und Lösungen zum Bayerischen Verwaltungsrecht

Titel: Fälle und Lösungen zum Bayerischen Verwaltungsrecht Cover
Autor: Matthias Wehr
Verlag: Richard Boorberg Verlag
Ort: Stuttgart
Jahr: 2008
Seiten: 228
Preis: 19,90
ISBN: 978-3-415-04054-0
Internet: http://www.boorberg.de/
Rezensent: Jürgen Isernhagen, Walsrode, Dipl.-Kfm; Dipl.-Vww
Quelle: Kuselit Verlag GmbH

 

Matthias Wehr

Fälle und Lösungen zum Bayerischen Verwaltungsrecht

Studienprogramm Recht

Stuttgart 2008

ISBN 978-3-415-04054-0

 

In der Fallsammlung hat Wehr 13 Fälle mit ausführlichen Lösungshinweisen zusammengestellt. Das Buch wendet sich in erster Linie an Jurastudenten, die sich auf die Erste Juristische Staatsprüfung in Bayern vorbereiten.

Die Fälle sind mit Titeln versehen, aus denen sich die behandelte Rechtsfrage leider häufig nicht eindeutig ergibt (z. B. Fall 1 „Günter Grüns blaues Wunder“: Rechtmäßigkeit der Aufhebung einer Sondernutzungserlaubnis und Erfolgsaussichten einer verwaltungsgerichtlichen Klage; Fall 3 „Sankt Nimmerleinstag“: Klage auf Zulassung als Bierlieferant für ein Bierzelt auf einem gemeindlichen Volksfest). Dem Leser ist dadurch eine gezielte Vorauswahl der Fälle, die sich an den eigenen Schwerpunkten orientiert, nur möglich, wenn er sich zuvor einen Überblick über die Lösungshinweise verschafft.

Der Autor hat sich bemüht, für seine Fälle diejenigen Rechtsprobleme auszuwählen, die aus seiner Sicht besonders examensrelevant, typischerweise fehlerträchtig bzw. für das Verständnis bestimmter Zusammenhänge bedeutsam sind. Dabei behandelt er neben Standardproblemen auch ausgewählte Spezialfragen des Allgemeinen und Besonderen Verwaltungsrechts sowie des Verwaltungsprozessrechts.
Die Lösungshinweise des Autors gehen im Allgemeinen über das hinaus, was im zeitlichen  Rahmen einer Klausurbearbeitung erwartet werden kann. Bei vielen Fällen gibt der Autor unter der Überschrift „Hinweise“ optisch abgesetzt weitergehende Erläuterungen zu einzelnen, vornehmlich methodischen Fragen.
Zusätzlich enthalten die einzelnen Falllösungen noch Rechtsprechungs- und Literaturhinweise, deren Anzahl bei den einzelnen Fällen zwischen 5 bis 25 schwankt, so dass noch eine weitere Vertiefung möglich ist.

Der Nutzen des Buches könnte gesteigert werden, indem es in einer Folgeauflage um ein Stichwort-, Paragraphen- sowie ein Abkürzungsverzeichnis und ggf. eine Katalogisierung der Fälle erweitert würde. Dann könnten die an den Schluss des Buches gestellten Gliederungen der Lösungshinweise aller Fälle den Lösungshinweisen der einzelnen Fälle vorangestellt werden, da auch anhand der Gliederungen eine Auswahl nach vom Leser selbst gewählten Schwerpunkten nur bedingt möglich ist.

Insgesamt erreicht das Werk sein Ziel, Studierende bei der Fallbearbeitung auf die Erste Juristische Staatsprüfung vorzubereiten. Für eine 2. Auflage wären die oben erwähnten Ergänzungen wünschenswert, da dem Leser dadurch die schwerpunktbezogene Fallauswahl erleichtert würde.

 

Jürgen Isernhagen,
Dipl.-Kfm. ~ Dipl.-Vww., Walsrode
Lehrbeauftragter an der Kommunalen Fachhochschule für Verwaltung in Niedersachsen