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Kuselit Rezensionen

Urs Verweyen / Viktor Foerster / Oliver Toufar - Handbuch des Internationalen Warenkaufs

Titel: Handbuch des Internationalen Warenkaufs Cover
Autor: Urs Verweyen / Viktor Foerster / Oliver Toufar
Verlag: Richard Boorberg Verlag
Ort: Stuttgart
Jahr: 2008
Seiten: 435
Preis: 189,00
ISBN: 978-3-415-03990-2
Internet: http://www.boorberg.de/
Rezensent: Dr. Axel Schwarz, Bukarest
Quelle: Kuselit Verlag GmbH

 

eLearning im UN Kaufrecht oder zurück zum Anfang

 

Bewertung

hervorragender Ansatz, verbesserungswürdige Nutzerführung

Inhalt

Inhalt und Anwendung des UN-Kaufrechts

Zielgruppe

Vertragsmanager (Einkauf, Vertrieb), Rechtsabteilungen, Rechtsanwälte, Referendare und Studenten mit entsprechendem Schwerpunkt[1]

Was kann man lernen?

UN-Kaufrecht mit elektronischer Lernerfolgskontrolle

 

Autoren

/

Beteiligte

RA Urs Verweyen,

RA Viktor Foerster,

RA Oliver Toufar

/

RAin Lisa Rattmann,

RA Mathias Neuschwander

 

 

Das Handbuch des Internationalen Warenkaufs UN-Kaufrecht (CISG) ist bereits mehrfach rezensiert worden. Die positiven Rezensionen sind auf der Webseite der Anwaltsfirma der Autoren verzeichnet.[2] Ein „Verriss“ von Sörren Claas Kiene findet sich jedoch im Kuselit-Rezensionsprojekt.[3] Das Werk steht in Konkurrenz etwa zu „Burkhard Piltz, Internationales Kaufrecht. Das UN-Kaufrecht in praxisorientierten Darstellung, 2. Aufl. München 2008, ISBN, 978-3-406-57781-9“, das vor kurzem von Thomas Rauscher in NJW 2009, 133 besprochen wurde.

Das Werk mag als „mehrdimensional“ gepriesen werden. Es besteht aus mehreren Teilen und nur dieser Umstand kann den hohen Preis rechtfertigen. Es erhebt den Anspruch, Lehr- und Praxisbuch zugleich zu sein, das außerdem technisch modernste Anwendungen bietet, die dem Rechtsanwender bei der Beantwortung immer wiederkehrende Fragen in einem komplexen Arbeitsgebiet die Arbeit erleichtern sollen. Was den sachlichen Inhalt des Werks angeht, soll den bisherigen Rezensionen keine Ober-Rezension beigefügt werden. Vielmehr konzentriert sich die folgende Rezension auf den aus meiner Sicht vielleicht interessantesten Aspekt des Werkes, den des eLearning.

Eines steht fest: die Autoren verstehen etwas von Marketing. Das ganze Werk wird auch als Audiobook angeboten, dann allerdings zu einem noch höheren Preis![4] Auch das quadratische Format weicht vom üblichen Standard ab und signalisiert etwas Besonderes (vielleicht weil quadratisch, praktisch, gut aus der Schokoladenwerbung). Das Inhaltsverzeichnis wirkt etwas unübersichtlich, obwohl die 4 Gliederungspunkte pro Abschnitt nicht überschritten werden. Unmittelbar nach dem Abkürzungsverzeichnis hält ein mit  „Bearbeitungszeiten“ überschriebenes Kapitel eine erste Überraschung bereit. Hier werden Minuten für das Durcharbeiten (Erlernen) des Inhalts der Unterkapitel (Textmodule mit zweistelliger Untergliederung) angegeben. Dabei kommt der junge Volljurist, der als „geübt“ bezeichnet wird, mit etwa einem Drittel weniger an Zeit aus als die erfahrenen Berufsträger („kaufmännische und technische Vertriebsmitarbeiter), die in der Spalte „ungeübt“ erscheinen. Für die Selbstkontrolle ist eine „eigene“ Spalte reserviert, in welche der Leser seine eigenen Werte (in Minuten) eintragen kann. Den Autoren schwebt dabei vor, dass „geübte“ Menschen zum Durcharbeiten (Erlernen) des gesamten Buches sage und schreibe nur ca. 13 Stunden benötigen, während die „ungeübten“ es immerhin binnen ca. 22 Stunden schaffen sollen. Man sieht, die Autoren verfügen über ein gerüttelt Maß an Humor, den der Käufer des Werkes unbedingt teilen sollte.

Dem Textbuch ist eine CD beigefügt, die einmal den Inhalt des Textbuches (Handbuch mit einigen Zusatzfunktionen wie Suche, Links und Checklisten) wiedergibt, und außerdem eine sog. Tool-Box enthält. Unangenehm fällt zunächst auf, dass sich der Text im Handbuch (einschließlich der Anwendungshinweise) nicht kopieren lässt. Das beeinträchtigt erheblich den Nutzen für jeden Praktiker. Der textliche Inhalt der Toolbox selbst ist teilweise kopierbar, nicht jedoch die Übersichten selbst.

Öffnet man die sog. Tool-Box, erscheint zunächst eine Übersicht über

Tools zur Risikoanalyse beim internationalen Warenkauf“.

Die ersten drei Bestandteile der Tool-Box umfassen:

1. Rechtsanwendung UN-Kaufrecht

2. Gestaltung Internationaler Warenkaufverträge

3. UN-Kaufrecht im Internet (z.B. Rechtsprechungsdatenbanken)

Sie dienen (in englisch und deutsch) dazu, die Anwendbarkeit des CISG festzustellen und die Konsequenzen dieser Rechtswahl zu ermitteln, wobei deutsches und schweizerisches IPR und nationales Recht sowie die von den Mitgliedsstaaten des CISG erklärten Vorbehalte berücksichtigt werden.

Der vierte Bestandteil der sog. Tool-Box ist als „4. Kontrollierter Wissenstransfer: UN-Kaufrecht

überschrieben und enthält das eLearning[5]-Element[6]. Weder Schreibweise noch Inhalt des Begriffs des eLearnings sind allgemeinverbindlich festgelegt. Normalerweise bezeichnet man damit ein Lernen, das durch Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) unterstützt ist. Jedenfalls ist es nicht nur auf „digitale Bildung“ (Erwerb von IKT-Kompetenzen) beschränkt, sondern umfasst den Einsatz von Software, Internet, CD-ROM, Online-Lernen oder anderer elektronischer bzw. interaktiver Medien zu Zwecken eines theoretisch zeit- und grenzenlosen Erwerbs von Wissen.[7] Die Beifügung einer CD-ROM zu einem Lehrbuch erlaubt es daher bereits von eLearning zu sprechen. Dessen Vorteile liegen nach einer Studie der Stiftung Warentest[8] in

-          zeitlicher und räumlicher Flexibilität des Lernens, um sich zum Beispiel berufsbegleitend weiterzubilden,

-          der Möglichkeit, Lerninhalte und Lerntempo selbst zu bestimmen,

-          schnell aktualisierbaren Inhalten,

-          dem Lernen im direkten Arbeitszusammenhang („Learning on demand“) sowie

-          der Möglichkeit für Menschen mit körperlichen (Anm. des Verfassers: und psychischen) Einschränkungen, neue Bildungsmöglichkeiten wahr zu nehmen.

Als Qualitätsmerkmale werden bisher u.a. das Vorhandenseins eines Curriculums (detaillierte Beschreibung, was im Kurs vermittelt wird) und von Lern(erfolgs)kontrollen[9], aber auch Möglichkeiten zum interaktiven Austausch mit Trainer (Mentor / Tutor) wie mit anderen Kursteilnehmern angesehen.[10]

Zwar enthält das hier besprochene Werk kein Curriculum, wie es zum Beispiel die ansonsten heftig umstrittene[11] Bologna-Reform[12] für den Hochschulbereich fordert. Dafür soll uns an dieser Stelle aber das Inhaltsverzeichnis genügen. Ein interaktiver Austausch ist natürlich auch nicht vorgesehen und wird auch nicht durch die bestehende Möglichkeit, den Autoren eine Email mit Anregungen oder Kritik zu senden, ersetzt.

Allerdings sieht die dem Werk beigefügte CD eine Lern(erfolgs)kontrolle vor! Diese ist sicherlich, was das Lernen von Erwachsenen angeht, ein äußerst wichtiger Bestandteil des eLearning, insbesondere wegen des hohen Anspruchs an die Eigenmotivation. Wie neueste Forschungen zeigen, treten demgegenüber Erwartungen an Interaktivität im Lernprozess mit zunehmendem Alter und Berufserfahrung zurück.[13] Bei der Beurteilung von Lern(erfolgs)kontrollen und damit insbesondere von Qualität eines eLearning-Kurses wird in Zukunft die Frage eine Rolle spielen, inwieweit es einerseits gelungen ist, Wissensdimensionen (Tatsachen, Konzepte, Verfahren und auch metakognitive Elemente für Trainer) und andrerseits kognitive Prozesse (Erinnern, Verstehen und Anwenden, Analysieren und Bewerten, Erzeugen) zu unterscheiden und als objektiv nachprüfbare Lernziele herauszuarbeiten.

Das eLearning-Bestandteil der CD („fr_elearning_tool“)[14] ist leider Gottes nicht so benutzerfreundlich aufgebaut wie es wünschenswert wäre. Positiv zu vermerken ist die angebotenen Zweisprachigkeit: Der Lerner kann wählen zwischen deutsch und englisch. Allerdings muss diese Wahl am Anfang bei der Eingabe des Passwortes erfolgen und kann danach während des Lernvorgangs nicht geändert werden, ohne ganz an den Anfang zur Eingabe des Passwortes zurückgehen zu müssen. Auch sonst wird man ständig an diesen Anfang zurückgeworfen und ist zur erneuten Eingabe des Passwortes gezwungen. Das ist eine ziemlich lästige und frustrierende Angelegenheit, deren Sinnhaftigkeit für den lernenden Nutzer zudem zu bezweifeln ist. Denn nur ein Passwort wird zugelassen, so dass ein anderer Nutzer nur mit dem Elearning-Tool nur arbeiten kann, wenn er das Passwort des ersten Benutzers kennt. Ob ein zweiter Nutzer mit dem Passwort des ersten Benutzers überhaupt sinnvoll mit dem Elearning-Tool arbeiten kann, wurde im Rahmen dieser Rezension allerdings nicht getestet.

Das Elearning-Tool im Handbuch von Verweyen / Foerster / Toufar unterscheidet drei Modi, zwischen denen der Lernende auswählen kann (Modusauswahl).

 

Modus I

Modus II

Modus III

Übung für ein ausgewähltes Textmodul

Wissenstest für ein ausgewähltes Textmodul

Wissenstest für mehrere ausgewählte (min. 5) oder alle Textmodule

individuelle Auswahl der Anzahl der Fragen (min. 5)

individuelle Auswahl der Anzahl der Fragen (min. 5)

Auswahl der Anzahl der Fragen (min. 5 je Textmodul)

sofortige Auswertung der Antwort des Benutzers

 

 

kein Bericht über das Übungsergebnis

Testbericht je Textmodul

Testbericht je Textmodul und Gesamtergebnis des Wissenstests

keine Statistik

Überträgt das Ergebnis des Testberichtes je Textmodul in die Statistik aller bearbeiteten Textmodul

Speichert das jeweils letzte Testergebnis in der Statistik

 

Das zugrundeliegende pädagogische Konzept ist leider nicht erläutert.

Die 7 Textmodule entsprechen den Überschriften der ersten 7 (von 8) Kapiteln des Textbuchs, nämlich (1) Einführung, (2) Anwendungsbereich, (3) Vertragsschluss, (4) Pflichten des Verkäufers und (5) Käufers, (6) Vertragsgestaltung und (7) Boilerplates. Nicht enthalten in den Übungs-Textmodulen (des Modus’ I des Elearning-Tools) ist hier also das 8. Kapitel des Handbuchs mit der Überschrift „Tool_Box Coaching“, die selbst 8 Fälle mit Lösungen enthält, an denen man sich versuchen kann.

Zurück zum Modus I des Elearning-Tools, wo wir uns nun in Boilerplates testen lassen wollen. Boilerplates sind regelmäßig vorkommende standardisierte Vertragsklauseln. In der Textfassung des Handbuchs besteht das Kapitel 7 aus einer halben Seite, die auf die CD-ROM verweist, die ihrerseits insgesamt 33 Boilerplates jeweils in deutsch und englisch darstellt. Als ein Beispiel für eine solche Boilerplate-Klausel soll hier der Eigentumsvorbehalt (Retention of title) dienen (siehe 7.8 auf der CD-ROM).

Nachdem wir uns für den Test auf 5 (von 79 möglichen) Fragen beschränkt haben, sehen wir uns der ersten (multiple choice) Frage gegenüber nach der prinzipiellen Bedeutung der Klausel "Rangfolge der Dokumente". Insgesamt 4 Antworten stehen bereit, unter denen man sich für die einzig richtige entscheiden soll.

Entscheidet man sich für die richtige Antwort, wird diese nach der Betätigung von „Enter“ in der Menüzeile am unteren Ende der aufgerufenen Seite automatisch mit Grün bestätigt. Tippt man auf eine falsche Antwort, wird diese automatisch mit Rot gekennzeichnet und außerdem wird die Antwort, die richtig gewesen wäre, grün markiert. Zusätzlich erscheint ein Menufeld „Fundstelle für die richtige Antwort im Handbuch“, bei dessen Betätigung die entsprechende Textstelle auf der CD-ROM erscheint, und man sich die Grundlage für die richtige Antwort noch einmal vergegenwärtigen kann. Akzeptiert man die Erklärung und bereut seine falsche Antwort, indem man jetzt die grün markierte Antwort antippt, kann es nach Betätigen des nach rechts gerichteten Pfeils unten auf der Menüzeile zu der nächsten Frage  weitergehen.

Hier fällt auf:

  1. Der nach links gerichtete Pfeil unten auf der Menüzeile ist hier nicht aktiv! Man kann also nicht zurück zu einer früheren Frage, sondern steuert unerbittlich dem bitteren statistischen Ende zu.
  2. Das Menufeld Korrektur ist hier ebenfalls nicht aktiv!
  3. Geht es nicht mehr weiter, sollte man besser nicht des Menufeld „Statistik“ betätigen. Die dann erscheinende Grafik sagt nämlich nichts über das zwischenzeitlich erreichte Ergebnis aus und man darf, wenn man mit dem E-Lernen weitermachen will, wieder an den Anfang zurück, um erneut sein Passwort einzugeben und erneut zu starten. Dann kann man aber nicht mehr zu den eben behandelten Fragen: Die Maschine wählt neue (und andere 5 von den 79 möglichen) Fragen aus. Ob man deshalb besser gleich immer alle 79 Fragen auswählen sollte?

Versuchen wir unser Glück deshalb mit Modus II. Die hier zur Auswahl stehenden 7 Textmodule sind genau die gleichen wie bei Modus I. Diesmal entscheiden wir uns für den Anwendungs- und Regelungsbereich des UN-Kaufrechts und entscheiden uns wiederum für 5 Fragen. Wieder erscheint die erste Frage und wieder muss man sich für eine von 4 Lösungen entscheiden. Diesmal wird jedoch nach der Markierung der für richtig gehaltenen Antwort nicht angezeigt, ob das die richtige Entscheidung war oder nicht. Vielmehr erscheint sofort die nächste Frage, und nach deren Beantwortung (durch Markierung einer der 4 vorgegebenen Antworten) direkt die nächste und so fort. Nach der Beantwortung der letzten (in unserem Fall 5.) Frage poppt ein Fenster auf mit dem Hinweis, dass es keine unbeantworteten Fragen mehr gibt, man deshalb den Test beenden und man sich das Resultat anzeigen lassen kann. Auf der Menüzeile am unteren Bildrand befindet sich ganz rechts das Feld „Beenden“, nach dessen  Anklicken die Anzahl der richtigen und falschen Antworten und ein entsprechendes Diagramm in rot und grün erscheint verbunden mit dem Hinweis „Lernziel erreicht“ oder auch nicht.

Durch weiteres Anklicken des Menüfelds „Beenden“ wird erneut die Übersicht über die 3 Modi aufgerufen mit den bereits vertrauten 7 Textmodulen, an deren unteren Rand man zwischen den Buttons „alle“ und „keine“ entscheiden kann. Drückt man den Button „keine“, passiert allerdings nichts. Deshalb drücken wir auf den Button „alle“, wodurch auf einen Schlag alle 7 Textmodule markiert werden. Nach Enter wird man gebeten, sich für eine Anzahl von mindestens 35 von maximal 205 Fragen zu entscheiden. Von Natur aus bequem, begnügen wir uns mit der Mindestanzahl und betätigen Enter, um sofort zu erfahren, dass nur 35 Minuten zur Beantwortung verfügbar sind. Nach nochmaligem Enter geht es los: Wir markieren jeweils eine der 4 angebotenen Antworten (in einem Fall sind es nur 3 mögliche Antworten), bis wieder der Hinweis auf das Beenden (Abschließen des Tests) und die Anzeige des Resultats erscheint. Das Ergebnis listet die Anzahl der Treffer / Fehler in den einzelnen der 7 Textmodule mit Diagramm und der jeweiligen Feststellung, ob das Lernziel erreicht ist oder nicht. Darunter befindet sich noch eine Gesamtbewertung ebenfalls mit Diagramm.

Damit jedoch nicht genug: Das Betätigen des Menüfelds „Review“ in der Mitte auf der unteren Menüleiste erlaubt die Selbstkontrolle, im Falle eines Fehlers also den Zugriff auf den relevanten Text in der CD-Rom und das Wiederholen des noch nicht gefestigten Stoffes. Das ist wunderbar. Leider ist auch hier die Benutzerführung nicht ausgereift. Man kann auch nicht zurückgehen zu früheren Fragen, es geht immer nur vorwärts, bis man plötzlich mitten drin wieder am Anfang steht und sich hoffentlich für ein kurzes Passwort entschieden hat, das man nun nämlich wieder eingeben darf. Das nervt und ist eigentlich auch für die Simulation eines echten Tests (z.B. einer Klausur) nicht unbedingt notwendig.

Zusammenfassung:

Die eLearning-Idee ist hervorragend, keine Frage. Anders lässt sich der gigantische Zuwachs an sich ständig verändernden Wissensbeständen ohne Überlastung des Bildungsbetriebs[15] gar nicht bewältigen. Dasselbe gilt für die Idee der elektronischen Lernerfolgskontrolle. Leider ist die Benutzerfreundlichkeit nicht ausgereift. Statt den Lernvorgang zu beschleunigen, wird er durch die unvollkommenene Benutzerführung eher verlängert. Ja es steht zu befürchten, dass Erwachsene, die es mit dieser CD versuchen, eLearning generell eher für eine Spinnerei halten werden.[16] Damit die Akzeptanzprobleme bei erwachsenen Menschen, die regelmäßig keine Computerfreaks sind, im Umgang mit eLearning gemeistert werden, muss die Arbeit mit dem elektronischen Lehrstoff (per online oder CD) einfacher und komfortabler sein als mit dem Text. Das darf man wohl verlangen, erst recht bei einem Preis wie dem vorliegenden.

 



[1] http://www.fr-lawfirm.de/DE/Loesungen/Veroeffentlichungen/HB_CISG.html

[2] Wie Fußnote 1

[3] http://www.kuselit.de/rezension/14524/Handbuch-des-Internationalen-Warenkaufs.html

[4] „Die Toolbox des Internationalen Warenkaufs“ (Audiobook mit fünf Audio-CDs und einer MP3-Version sowie einem Pocketbook und einer CD-ROM mit CISG-Tools) wurde von Christian Moritz im Kuselit-Rezensionsprojekt besprochen, http://www.kuselit.de/rezension/14916/Tool-Box-des-internationalen-Warenkaufs.html

[5] Statt eLearning findet man auch andere Bezeichnungen oder Schreibweisen wie eLernen und e-learning, vgl. „CEDEFOP. Terminology of European education and training policy. A selection of 100 key terms”, Luxembourg: Office for Official Publications of the European Communities, 2008, S. 69.

[6] eLearning befindet sich in einem rasantem Aufwärtstrend, auch in der Jurisprudenz, vgl. EJTN newsletter No. 6, July 2007, special edition on e-learning.

[7] eLernen kann sowohl in der Fernlehre (Distance Learning) als auch unterstützend im Präsenzunterricht (Blended Learning) eingesetzt werden, CEDEFOP, S. 69.

[8] Stiftung Warentest: Kompakt E-Learning, http://www.test.de/filestore/info_wbt_elearning.pdf?path=/protected/c9/94/9fdee93c-3ff9-4b80-9510-cd744cb04f99-protectedfile.pdf&key=1A4279E8B12A021E6A95B12B2EF9DD6A8FB0ED0E

[9] Siehe auch Michael Vogt und Stefan Schneider, „E-Klausuren an Hochschulen. Didaktik – Technik – Systeme – Recht – Praxis“, Koordinationsstelle Multimedia, Hochschulrechenzentrum, Justus-Liebig-Universität Gießen, 1. Auflage 2009, http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2009/6890/pdf/VogtMichael-2009-02-20.pdf

[10] Stiftung Warentest: Worauf ist bei der Wahl eines Online-Kurses zu achten? Checkliste, http://www.test.de/filestore/d_414_955.pdf?path=/protected/b6/51/e5636387-06b8-4b0d-ae6e-7a2014117f0f-protectedfile.pdf&key=DE5082921DD0EF87DE78B37A92DF7D16FDB0A8D7

[11] Z.B. Thorsten Stegemann, „Der Bologna-Prozess - eine "planwirtschaftliche Chimäre"?“, in Telepolis vom 28.07.2009, http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30809/1.html

[12] http://www.bmbf.de/de/3336.php

[13] So eines der Ergebisse der “5th International Scientific Conference eLSE "eLearning and Software for Education", BUCHAREST, April 09-10, 2009

[14] Was bedeutet eigentlich das „fr“ in „fr_elearning_tool“? J Im folgenden: Elearning-Tool

[15] Dazu soeben Joachim Weiner, Leitbild Bildung, http://forum-kritische-paedagogik.de/start/e107_files/downloads/weinerBildung.doc

[16] So wird es verständlich, dass die deutsche Richterschaft sich noch vor ein paar Jahren gegen eLearning ausgesprochen hat.