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Kuselit Rezensionen

Mathis Hoffmann / Stefan Leible (Hrsg.), - Vernetztes Rechnen : Softwarepatente : Web 2.0

Titel: Vernetztes Rechnen : Softwarepatente : Web 2.0 Cover
Autor: Mathis Hoffmann / Stefan Leible (Hrsg.),
Verlag: Richard Boorberg Verlag
Ort: Stuttgart
Jahr: 2008
Seiten: 188
Preis: 40,00
ISBN: 978-3-415-04042-7
Internet: http://www.boorberg.de/
Rezensent: Klaus Hebrank, RA Kassel
Quelle: Kuselit Verlag GmbH

 

Vernetztes Rechnen - Softwarepatente - Web 2.0

Mathis Hoffmann/Stefan Leible (Hrsg.), Richard Boorberg Verlag, Stuttgart, München, Hannover, Berlin, Weimar, Dresden 2008, 188 Seiten, ISBN 978-3-415-04042-7

 

Der vorliegende Band enthält die schriftlichen Fassungen der Vorträge des 7. @kit-Kongresses im Juni 2007.

Inhaltlich bemerkenswert ist die interdisiziplinäre Zusammenstellung der Beiträge. Es werden technische, wirtschaftliche, sozilogische und rechtliche Erwägungen in Zusammenhang gebracht. Hiervor besteht gewöhnlich eine gewisse Scheu der Juristen. Diese ist allerdings unbegründet. Das Recht muss/kann auf veränderte tatsächliche Verhältnisse reagieren. Das Internet stelle durch die weltweite Verbreitung und einfache Nutzungsarten das Recht vor besondere Herausforderungen. Von diesen Herausforderungen sind auf dem Kongress einzelne Aspekte hervorgehoben worden.

Die Autoren kommen aus allen denkbaren Richtungen der Nutzung und Bewertung des Internets. Hierdurch kann allen Interessieren eine Fülle an neunen Informationen gegeben werden.

Die ersten Beiträge gehen von der Idee des Grid-Computing, mit seinen tatsächlichen, wirtschaftlichen und rechtlichen Problemen aus. Ein sehr interessanter Aufsatz ist derjenige, der sich mit der Frage der kommerziellen Nutzung von Open Source Lizenzen beschäftigt. Oft gibt es für bestimmte Software keine kommerziellen Lizenzen. Kann nun der kommerzielle Nutzer von der Software profitieren?

Das Internet ist kein starres Gebilde es entwickelt sich weiter. Bei dieser Weiterentwicklung spricht man vom Web 2.0. Daher beschäftigen sich zwei Beiträge mit diesen Weiterentwicklungen. Dieses beispielsweise mit Internetplattformen, die lediglich Webspace für Internetnutzer zur Verfügung stellen und selber nur sehr wenig Inhalte beisteuern.

Den Abschluss bildet der Bericht über eine Podiumsdiskussion zum Thema „Softwarepatente - Wie geht es nach dem Scheitern der Richtlinie über die Patentierbarkeit computerimplementierter Erfindungen weiter?“

Am Ende des Werkes findet sich das Autorenverzeichnis. Leider fehlt ein Sachverzeichnis, welches das Auffinden bestimmter Problematiken erleichtern würde.

Insgesamt handelt es sich um ein sehr informatives Werk für alle, die sich mit dem Internet beruflich beschäftigen.

Die Zusammenstellung der einzelnen Aufsätze ist in ihrer Vielfalt bemerkenswert und in anderen Bereichen in denen Recht auf andere Wissenschaften trifft wünschenswert. Die Betrachtung der nur rein rechtlichen Seite kann dauerhaft nicht zu befriedigenden Ergebnissen führen.

 

Klaus Hebrank, Rechtsanwalt und Dozent an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Kassel