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Kuselit Rezensionen

Christoph Burgmer / Stefan Richter - Der Betriebsübergang im Arbeitsrecht. Rechtslage und Rechtsentwicklung

Titel: Der Betriebsübergang im Arbeitsrecht. Rechtslage und Rechtsentwicklung Cover
Autor: Christoph Burgmer / Stefan Richter
Verlag: Richard Boorberg Verlag
Ort: Stuttgart
Jahr: 2008
Seiten: 128
Preis: 13,28
ISBN: 978-3-415-04072-4
Internet: http://www.boorberg.de/
Rezensent: Dr. dipl.-jur. Sandra Schön M.M. (Hagen)
Quelle: Kuselit Verlag GmbH

 

Christoph Burgmer / Stefan Richter

Der Betriebsübergang im Arbeitsrecht. Rechtslage und Rechtsentwicklung

Schriftenreihe: Das Recht der Wirtschaft Gruppe Arbeitsrecht, Bd. 238

Stuttgart 2008

ISBN 978-3-415-04072-4

Die Veräußerung eines Betriebes wird in nahezu jedem Fall von einer Vielzahl arbeitsrechtlicher Fragen begleitet. Dreh- und Angelpunkt dieser Angelegenheit bildet hierbei § 613 a BGB, der Rechte und Pflichten bei einem Betriebsübergang normiert. Die besondere Praxisrelevanz der vorgenannten Vorschrift wird sowohl durch die große Anzahl von höchstrichterlichen Entscheidungen, die hierzu fortlaufend in juristischen Fachzeitschriften veröffentlicht werden,[1] als auch durch die Vielzahl an neuerlichen Fachpublikationen zu diesem Thema[2] eindrucksvoll belegt. Angesichts dieser Fülle an steten Neuerungen fällt es selbst dem Fachkundigen nicht leicht, vor dem Hintergrund eines Betriebsüberganges immerfort den sachkundigen Überblick im Dickicht arbeitsrechtlicher Fallstricke zu bewahren.

Der Leitfaden von Burgmer/Richter bietet dem interessierten Leser insoweit die bestmögliche Hilfestellung. Dieser beinhaltet nach einem kompakten Abriss der historischen Entwicklung des Rechts des Betriebsübergangs eine detaillierte Auseinandersetzung mit dessen Voraussetzungen und Rechtsfolgen. Fortwährend in die Darstellung mit einbezogen wird sowohl die aktuelle Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichtes als auch der europarechtliche Kontext und damit einhergehend die Rechtsprechung des europäischen Gerichtshofes. Praxisrelevante Beispiele, einprägsame Definitionen, übersichtliche Checklisten und komprimierte Zusammenfassungen am Ende eines jeden Kapitels tragen zur Verständlichkeit und Anschaulichkeit des Werkes entscheidend bei. Vor dem Hintergrund, dass Maßnahmen im Rahmen eines Betriebsübergangs mit erheblichen betriebsverfassungsrechtlichen Konsequenzen verbunden sein können, widmen die Autoren den möglichen Folgen für betriebsverfassungsrechtliche Organe ein gesondertes Kapitel ihres Buches.

Ergänzend befinden sich in Anhang I des Werkes Musterschreiben zur Information über den Betriebsübergang, zur Erklärung über den Betriebsübergang sowie zur Verhinderung der Verwirkung des Widerspruches. Der Vollständigkeit halber werden in Anhang II die wichtigsten Vorschriften zu diesem Themenkomplex, wie etwa § 613 a BGB, Auszüge aus dem Umwandlungsgesetz sowie europarechtliche Richtlinien, abgebildet.

Zusammenfassend beinhaltet die Abhandlung von Burgmer/Richter eine kompakte Darstellung und vertiefende Diskussion dieses fortwährend aktuellen Themenbereiches. Das Werk ermöglicht dem Leser, sich binnen kürzester Zeit in den komplexen Bereich grundlegend einzuarbeiten oder aber vorhandene Fachkenntnisse aufzufrischen und an den aktuellen Stand der arbeitsgerichtlichen Rechtsprechung anzugleichen.

 

Dr. dipl.jur. Sandra Schön M.M. (Hagen)

Juristin und Mediatorin (Master), Halstenbek


 


[1] Vgl. nur eines der jüngeren Urteile des Bundesarbeitsgerichtes zu den Konsequenzen einer fehlerhaften Unterrichtung über den Betriebsübergang vom 23.07.2009 – 8 AZR 538/08, abgedruckt in NZA 2010, 89.

[2] Exemplarisch seien insoweit die Abhandlungen von Pfefferle, Der Betriebsübergang als Dealbreaker? (2009) sowie Rohde, Betriebsübergang (2008) benannt.