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Kuselit Rezensionen

Horst Marburger - SGB V - Gesetzliche Krankenversicherung vor und nach der Gesundheitsreform 2007

Titel: SGB V - Gesetzliche Krankenversicherung vor und nach der Gesundheitsreform 2007 Cover
Autor: Horst Marburger
Verlag: Richard Boorberg Verlag
Ort: Stuttgart
Jahr: 2007
Seiten: 562
Preis: 19,90 €
ISBN: 978-3-415-03892-9
Internet: http://www.boorberg.de/
Rezensent: Isernhagen, Jürgen
Quelle: Kuselit Verlag GmbH
In der 37 Seiten umfassenden Einführung erläutert der Autor die Gründe für die Schaffung des „Gesetzes zur Stärkung des Wettbewerbs in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz — GKV-WSG)“ vom 26.03.2007 (BGBl. I S. 378) und geht außerdem auf
  • die Versicherungspflicht und die Versicherungsfreiheit
  • die Private Krankenversicherung
  • die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung
  • die Wahltarife
  • die Belastungsgrenze
  • das Vertragsarztrecht
  • die Beziehungen der Krankenkassen zu anderen Vertragspartnern
  • die Krankenkassen und ihre Verbände
  • die Wahlrechte der Mitglieder
  • die Aufbringung der Mittel
  • die Prüfung der Krankenkassen und ihrer Verbände und
  • den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung

ausführlich ein und stellt abschließend in einer Übersicht das Inkrafttreten der einzelnen Neuregelungen dar.

Der Autor erläutert die wichtigsten Neuregelungen und Änderungen durch das GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz (GKV-WSG), die überwiegend zum 01.04.2007 in Kraft getreten sind und zeichnet dabei deren Weg durch das Gesetzgebungsverfahren nach. Er geht natürlich auf den durch die §§ 270 bis 272 SGB V zum 1.1.2009 eingeführten umstrittenen Gesundheitsfonds (Nr. 11.4, S. 41 ff.), aus dem den Krankenkassen durch das Bundesversicherungsamt die Beiträge zugewiesen werden, ebenso ein, wie auf die Änderungen durch die Erweiterung des Leistungskataloges und im Beitragsrecht. Weiterhin wird die Zusammenfassung der sieben Spitzenverbände der Krankenkassen zu einem Spitzverband Bund durch § 217a SGB V zum 01.01.2009 dargestellt (Nr. 9, S. 34 ff.). Dabei ist dem Autor jedoch insoweit ein kleiner Fehler unterlaufen, als er auf S. 35 ausführt, dass gem. § 217 SGB V der Spitzenverband Bund der Krankenkassen eine Satzung zu beschließen hat, obwohl § 217e SGB V die entsprechende Regelung enthält.

Durch zahlreiche Schaubilder veranschaulicht der Autor komplexere Sachverhalte.

Das Werk gibt die Vielzahl kleiner und großer Änderungen mit dem jeweiligen Zeitpunkt ihres Inkrafttretens wieder. Dem Leser wird durch die geschickte Gestaltung der Textsynopse ein guter Überblick verschafft, indem Streichungen und Änderungen des bisherigen Gesetzestextes in Kursivschrift und neue Regelungen in fetter Schrift abgedruckt sind. Damit kann der Leser auf einen Blick die Neuerungen der jeweiligen Vorschrift durch das GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz (GKV-WSG) nachvollziehen.

Da die Einführung leicht verständlich geschrieben ist, ist das Buch nicht nur dem erfahrenen Praktiker, der sich einen umfassenden Überblick über die Änderungen durch das GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz verschaffen möchte, sondern ebenso dem „Neueinsteiger“, der die aktuellen Änderungen nachvollziehen möchte, sehr zu empfehlen.

Jürgen Isernhagen, Dipl.-Kfm., Dipl.-Vww.