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Kuselit Rezensionen

Wolfgang Breuer - Insolvenzrechts-Formularbuch mit Erläuterungen

Titel: Insolvenzrechts-Formularbuch mit Erläuterungen Cover
Autor: Wolfgang Breuer
Verlag: Verlag C.H. Beck
Ort: München
Jahr: 2007
Seiten: 508
Preis: 78 €
ISBN: 3-406-55233-1
Internet: http://www.beck.de/
Rezensent: Meyer, Peter
Quelle: Kuselit Verlag GmbH

Das von Wolfgang Breuer verfasste Insolvenzrechts-Formularbuch liegt mittlerweile in der dritten Auflage vor, die das Werk auf den neuesten Stand von Gesetzgebung, Rechtsprechung und Literatur bringt.

Im Aufbau folgt das Werk dem in der Praxis üblichen Ablauf eines Insolvenzverfahrens vom Insolvenzeröffnungsverfahren über das eröffnete Verfahren bis zur Einstellung bzw. Aufhebung des Verfahrens. Dies erleichtert zweifellos die Orientierung bei der Nutzung des Formularbuches im Rahmen der täglichen Arbeit. Hieran schließt sich ein neu verfasstes Kapitel zum Thema „Ausgewählte Sanierungsbeiträge“ an, in dem sich unter anderem Muster zum Forderungsverzicht, Rangrücktritt und zum Gesellschafterdarlehen finden. Wegen seiner Besonderheiten ebenfalls eigenständig behandelt werden Fragen des Insolvenzplans. In die dritten Auflage aufgenommen wurde außerdem ein Kapitel zum Internationalen Insolvenzrecht, das vor allem der Verbreitung der englischen „Limited“ geschuldet ist. Die Bedeutung dieser Gesellschaftsform nimmt nämlich auch in der Insolvenzpraxis zu.

Im Rahmen dieser Rezension kann freilich keine Besprechung einzelner Muster erfolgen. Festzuhalten ist allerdings, dass das Insolvenzrechts-Formularbuch von Breuer für die tägliche Arbeit im Insolvenzrecht, insbesondere für einen Insolvenzverwalter, nahezu keine Wünsche offenlassen dürfte.

Die Vielzahl der behandelten Konstellationen ist beeindruckend. Dass ein derartiges Werk nicht alle möglichen Fallgestaltungen berücksichtigen kann, ist eine Selbstverständlichkeit. Freilich kann man darüber diskutieren, ob einzelne Formulierungen wirklich gelungen sind. So stellt sich meines Erachtens die vielfach verwendete Grußformel „Mit vorzüglicher Hochachtung“ als veraltet dar und sollte stets durch „Mit freundlichen Grüßen“ ersetzt werden. Derartige Kleinigkeiten sind jedoch vor allem eine Frage des persönlichen Geschmacks und mindern die Gebrauchstauglichkeit der Formularsammlung in keinster Weise. Da sich alle im Buch aufgeführten Muster – wie mittlerweile bei Formularbüchern üblich – auf der beigefügten CD-ROM als Dateien im RTF-Format befinden, können die einzelnen Formulare leicht den persönlichen Bedürfnissen angepasst werden.

Zusammenfassend ist somit festzustellen, dass die in Rezensionen häufig anzutreffende Redewendung, dass „dieses Werk auf keinem Schreibtisch fehlen dürfe“, für das hier anzuzeigende Insolvenzrechts-Formularbuch in besonderer Weise zutrifft. Den Gedankenreichtum von Breuer nicht im Rahmen der täglichen Arbeit im Insolvenzrecht zu nutzen, wäre ein geradezu grob fahrlässiges Verhalten.

Dr. Peter Meyer, Dietenhofen