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Kuselit Rezensionen

Martin Schulz - Waffenrecht für Polizei und Bundespolizei

Titel: Waffenrecht für Polizei und Bundespolizei Cover
Autor: Martin Schulz
Verlag: Richard Boorberg Verlag
Ort: Stuttgart
Jahr: 2006
Seiten: 332
Preis: 29,80 €
ISBN:
Internet: http://www.boorberg.de
Rezensent: Braun, Frank
Quelle: Kuselit Verlag GmbH
Das Werk von Schulz, das nun innerhalb kurzer Zeit bereits in der 2. Auflage vorliegt, bietet der Polizeipraxis einerseits einen fundierten und gut verständlichen Einstieg in die nicht immer leichte Materie des Waffenrechts. Andererseits ist es aber auch unentbehrliches Nachschlagewerk, das auf die meisten Zweifelsfragen des Rechtsgebiets eine einleuchtende und praxisgerechte Antwort bereithält. In den insgesamt 15 Kapiteln des Buches werden Systematik und Grundlagen des Waffenrechts sowie ausführlichst verbotene und erlaubnisfreie Waffen, Umgang mit Waffen durch Kinder und Jugendliche, Waffenschein- und Waffenbesitzkarte, Erlaubnistatbestände, Obhutspflichten der Waffenbesitzer, Zuständigkeiten sowie Straf- und Bußgeldvorschriften erläutert. Obwohl das am 1.4.2003 in Kraft getretene neue Waffenrecht durch zahlreiche Verweisungen und Ausnahmebestimmungen auch nach drei Jahren erläuternder Rechtsprechung und Verwaltungspraxis noch immer ein außerordentliche komplexes Regelwerk darstellt, versteht es der Autor gekonnt, diese schwierige Materie auf die für die Polizeipraxis wesentlichen Belange zuzuschneiden und einprägsam darzustellen, ohne oberflächlich zu sein. Besonders hilfreich für das Verständnis der Materie ist der ausführliche Anhang, der neben sämtlichen relevanten Vorschriften und waffenrechtlichen Bescheinigungen auch ein umfassendes und anschauliches Bildmaterial erlaubnisfreier und verbotener Waffen enthält. Das Vorhaben des Autors, alle bisher bekannt gewordenen Probleme der polizeilichen Praxis im Zusammenhang mit dem Waffenrecht aufzugreifen und rechtlich einwandfreien Lösungen zuzuführen, darf man nach Lektüre des Buches nur als gelungen bezeichnen. Das Werk wird auf Dauer für Aus- und Fortbildung der Polizeibeamten unentbehrlich sein. Für Belange außerhalb des Polizeidienstes ist das Lehrbuch aber nur eingeschränkt zu empfehlen. Hierfür ist es zu stark auf die Belange der Polizeipraxis zugeschnitten. So wird etwa das Verfahren vor den Waffenbehörden nur kursorisch dargestellt. Insoweit muss weiter auf den Grundriss von Heller / Soschinka, Das neue Waffenrecht, München 2003, verwiesen werden.
(Der Autor ist Akademischer Rat an der Universität Passau und dort Geschäftsführer der Forschungsstelle für Rechtsfragen der Hochschul- und Verwaltungsmodernisierung (ReH..Mo).)