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Jugendschutzgesetz
Erläuterungen für die polizeiliche Praxis
von Klaus Mundinger, Hochschule für Polizei Baden-Württemberg, Villingen-Schwenningen (Standort Freiburg/Breisgau)
erschienen im Richard Boorberg Verlag GmbH & Co KG;
bestellung@boorberg.de;  www.boorberg.de
2015, 3., überarbeitete Auflage, 154 Seiten, € 18,60
ISBN 978-3-415-05465-3
Das Jugendschutzgesetz (JuSchG) befasst sich mit Einflüssen, die auf minderjährige Personen wirken. Die Altersbeschränkungen orientieren sich an dem im Normalfall vorhandenen Entwicklungsstand. Das JuSchG unterteilt in Kinder und jugendliche Personen. Anders als im Strafverfahren spielt der Begriff des »Heranwachsenden« für den Jugendschutz keine Rolle, da diese Personen das achtzehnte Lebensjahr vollen-det haben und deshalb volljährig sind. Die Bestimmungen zum Schutze der Jugend sind keine Strafinstrumente gegen junge Menschen, sondern wenden sich zunächst an den Erwachsenen und unterstützen Eltern und andere Erzieher in ihrem Erziehungs-auftrag.
Die praxisorientierte Darstellung konzentriert sich im Wesentlichen auf die für die poli-zeiliche Tätigkeit besonders relevanten Bereiche. Von den Grundbegriffen des Ju-gendschutzgesetzes über die Fragen des Jugendschutzes in der Öffentlichkeit bis zum Jugendmedienschutz behandelt der Autor alle zum Schutz der Jugend wichtigen The-men:
• Konsum alkoholischer Getränke in der Öffentlichkeit,
• Rauchen in der Öffentlichkeit,
• Video und Computerspiele,
• Internet,
• Soziale Netzwerke sowie
• Glücksspiel/Spielhalle
sind nur einige der politisch und gesellschaftlich brisanten Bereiche, die der Verfasser fachkundig erläutert.
Übersichten zum Jugendschutz in Gaststätten und bei Tanzveranstaltungen, zum Thema »Jugendschutz und Rauchen«, die Regelungen zum Bereich Medienschutz und der Abdruck des gesamten Jugendschutzgesetzes runden den Band ab. Beson-ders wertvoll sind die Checklisten »Veranstalter und Sicherheitskräfte« und das Merk-blatt »Jugendschutz und Tankstellengewerbe« sowie die Informationen zu sogenann-ten Koma- und Flatrate-Partys.
Der Verfasser zeigt bei der eingriffsrechtlichen Analyse, dass es die »einzig richtige Lösung« nicht geben kann. Vielmehr sind stets die Besonderheiten des jeweiligen Ein-zelfalles zu berücksichtigen. Auch ist bei der Anwendung in der Praxis bei Maßnah-men gegenüber Kindern und jugendlichen Personen der Verhältnismäßigkeitsgrund-satz besonders zu beachten, Alternativlösungen sind im Rahmen des Ermessens in Erwägung zu ziehen.
Das Buch richtet sich an alle, die für ihre tägliche Arbeit wissen müssen, welche Hand-lungen oder Informationen der Gesetzgeber für welche Altersgruppe der Kinder und Jugendlichen für sinnvoll hält. Polizeibeamten leistet es gute Dienste im Hinblick auf die Rechtslage bei Kontrollen, z.B. in Gaststätten, auf Tanzveranstaltungen und auf Bahnhöfen. Aber auch Gewerbetreibende, Verantwortliche bei zeitlich befristeten Ge-schäftstätigkeiten, Personen mit Schulungs- oder Fortbildungsauftrag sowie andere volljährige Personen, die mit der Aufsicht von Minderjährigen beauftragt sind, finden eine wertvolle Arbeitsgrundlage.

 

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